Corona – und was macht der Chef?

Als Führungskräfte lernen wir oft am meisten, wenn wir andere Führungskräfte in Krisenzeiten beobachten. Krisenmanagement ist vielleicht die härteste Bewährungsprobe für Führungskräfte.

Regierungschefs der Welt versuchen die rasche Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen. Dabei müssen sie gleichzeitig zwei gegensätzliche und schwierige Aufgaben erfüllen – ihre Länder auf erhebliche Risiken vorbereiten und Panik vermeiden.

Das Ergebnis sind verschiedene Strategien in der Krisenführung, da mehrere Länder mit ähnlichen Versionen desselben Problems konfrontiert sind und ihre Regierungschefs mit deutlich unterschiedlichen Ansätzen reagieren.

  1. Leader, die mit «Command and Control» sowie entschlossenem Handeln auf die Krise reagieren und dabei massive Einschränkungen der persönlichen Freiheitsrechte bewusst in Kauf nehmen.
  2. Leader, die in kleinen, «eher sanften» Schritten auf die Krise reagieren.
  3. Leader, die primär versuchen, die Berichterstattung zu steuern.
  4. Leader, die abwartend und reaktiv reagieren.

Jede dieser Strategien hat klare Vor- und Nachteile. Nur aus der Retroperspektive wird man sagen können, wie effektiv die führenden Leader der Welt waren und welche Strategien das beste Ergebnis gebracht haben.

Sicher ist:

  1. Probleme lassen sich am besten in einem Umfeld des Vertrauens und der Transparenz in den Griff bekommen.
  2. Herausforderungen werden am besten durch kohärentes, entschlossenes und konsistentes Handeln bewältigt.
  3. Es ist keine langfristige Lösung, den kurzfristigen Nachrichtenzyklus zu gewinnen.