Feedback? NEIN DANKE.

Feedback gilt zur Motivierung und Entwicklung der Mitarbeitenden als Kommunikationsinstrument Nummer Eins. Und: Kommunikation ist der Klebstoff, der Unternehmen zusammenhält. Trotz mannigfaltiger Feedback-Regeln bleibt Feedback oft für beide Seiten unangenehm. Was ist also die Alternative?

Ein Sportler lernt aus der Vergangenheit und fokussiert sich auf die Zukunft. Skirennfahrer fahren als Vorbereitung auf ein Wettrennen in Gedanken die Piste runter. Sie stellen sich vor, wie sie die herausfordernden Streckenabschnitte meistern, welche Techniken sie wann und wo einsetzen und in welcher Zeit sie die Abfahrt schaffen wollen. Neurobiologischen Erkenntnissen zufolge macht es im Gehirn keinen Unterschied, ob wir etwas real mit unserem Körper tun, zum Beispiel eine Piste herunterfahren oder ob wir es gedanklich tun. Es werden die gleichen neurologischen Bahnen benutzt und es werden bereits neue Nervenverbindungen geschaffen.

Es ist der Blick in die Zukunft, der uns weiterbringt und nicht der Rückblick in die Vergangenheit. Wie die Worte «back» und «forward» bereits schon sagen, haben wir mit zwei unterschiedlichen Instrumenten der Kommunikation zu tun, die beide auf die Verbesserung einer Sache hinzielen.

Für jeden von uns ist es weitaus erbaulicher, «zu lernen, etwas richtig zu machen», als vor Augen geführt zu bekommen, dass «etwas falsch gemacht wurde». Feedback ist sowohl für den Sender wie für den Empfänger unangenehm. Schnell stellt sich beim Empfänger das Gefühl ein, angegriffen zu werden und der Drang, alles sofort zu kommentieren, sich zu rechtfertigen oder gar zu verteidigen ist gross. «Ich wollte ja, aber es ging nicht, weil…», «Es ist nicht meine Schuld, dass...» Schon mal von einem Feedback-Empfänger gehört: «Okay, ich verstehe. Ich sehe, was ich alles falsch gemacht habe»?

Erfolgreiche Menschen nehmen gerne Ideen und Impulse auf. Sie sind bereit, sich oder eine Sache zu optimieren. Dieses Verhalten hat sie letztlich erfolgreich gemacht. Bei ihnen steht der Drang, Recht zu haben, dem Streben nach Verbesserung hintenan. Recht haben wollen, kann ein Grund für Stagnation und Misserfolge sein. Wer also im wahrsten Sinne des Wortes anstelle «von in der Vergangenheit zu dümpeln» vorwärts gehen will, der sollte unbedingt Feedforward ausprobieren.

Fünf gute Gründe für FEEDFORWARD:


Fazit: Feedforward hat viele Vorteile gegenüber Feedback. Last but not least werden Feedbackgeber oft als Besserwisser erlebt und Feedforwardgeber als Weggefährten und Unterstützer wahrgenommen.

Probieren Sie Feedforward aus. Was sind Ihre Erfahrungen? Teilen Sie sie mit mir, ich bin neugierig.